Apple Logic Pro: Software für Musikproduzenten

„Was der Guetta kann, kann ich schon lange“ – das denken sich viele Möchtegern-DJ’s. Ein bisschen Musik am Computer abmischen, vielleicht den ein oder anderen Part auf der Gitarre und dem Schlagzeug einspielen – schon steht der neue Track. Die Produktionen der Nachwuchs-DJ’s sind in den meisten Fällen bescheiden. Grund dafür ist natürlich neben geringen Vorkenntnissen oder Erfahrungen, oft auch ein mittelmäßiges Musikprogramm: viele Freeware scheitert meist schon an einfachen Dingen, wie der Aufnahme mehrer Spuren aus verschiedenen Quellen oder wirklich funktionablen Plugins, die über Reverb und Fades hinausgehen. Natürlich bleibt die Basis jeder Musikproduktion ein gewisses Talent und geschicktes Arrangement ohne Fehler oder halbgarer Bearbeitung. Möchte man professionell klingen - oder zumindest die technischen Voraussetzungen schaffen - sollte man auf ein professionelles Mischprogramm setzen wie Apple Logic Pro.

Was ist Apple Logic Pro?

Apple Logic Pro Midi KeyboardOft Basis für die eigene Musikkreation in Apple Logic Pro ist das Midi Keyboard (c) distol / pixelio.de

Apple Logic Pro ist ein Programm, dass mittlerweile nur noch für Mac produziert wird. Als Apple noch nicht in das Unternehmen eingestiegen war, gab es noch eine Windows-Version, die nach Apples Übernahme allerdings wegfiel. Mit Apple Logic Pro lassen sich – einfach gesagt – eigene Stücke zusammenkomponieren, ohne dafür zwingend ein Instrument in die Hand zu nehmen müssen, geschweige denn es spielen zu können. Selbstverständlich erleichtert musikalisches Wissen und die Fähigkeit ein Instrument zu spielen diesen Prozess ungemein. Ganz besonders Synthesizer und alles was mit MIDI zu tun hat, wird durch den Anschluss eines Midi Keyboards erheblich erleichtert. Töne müssen somit nicht mehr per Drag&Drop verschoben werden, sondern können "live" recordet werden. Mit Logic Pro, das kürzlich in der neuen Version X erschien, liefert Apple einen Audio- und Midisequenzer, der sowohl für Einsteiger, als auch echte Mischprofis geeignet ist. Aufgrund der einfachen Bedienung findet man sich schnell zurecht. Profis schätzen den Funktionsumfang, den Apple Logic Pro bietet.

Was kann man alles mit Apple Logic Pro anfangen?

Um eine kurze Antwort auf die Frage zu geben: alles - zumindest wenn es um Musikproduktion im weitesten Sinne geht. Apple Logic bietet nicht nur Funktionen, um bestehende Musiktracks nachträglich zu bearbeiten, zu schneiden oder in Videos einzufügen, viel mehr kann man mit der Software selbst kreativ werden und eigene Tracks von Anfang an erschaffen. Primäres Werkzeug in Apple Logic Pro, so wie in jedem anderen Mix-Programm auch, sind die Tonspuren. Logic bietet hier einige Möglichkeiten, wie beispielsweise:


  • MIDI: für die Arbeit mit digitalem Ton, der "on the fly" erzeugt wird und je nach ausgewähltem Instrument-Plugin anders klingt (abgesehen von Tonlänge, Tonhöhe etc.). Insbesondere Synthesizer arbeiten mit Midi.
  • Audio: Audio Spuren arbeiten mit externen Quellen. Entweder werden hier im Programm externe Quellen live aufgenommen über den Line-Eingang oder Firewire (Mischpult Mixes, CDs, Mikrofon etc.) oder es können Audiodateien importiert werden, wie z.B. Tracks, die nachbearbeitet werden sollen
  • Film: genau wie die Audio-Spur funktioniert die Film-Spur mit externen Quellen - im Normalfall mit importieren Video-Dateien.
  • Plugin- und Mischpult-Automationsspuren: diese Spuren dienen als unterstützende Möglichkeiten für bestehende Audio oder Midi-Spuren. Hier können individuelle Fader-Gestaltungen oder Plugin Anpassungen (z.B. wechselnde Flanger oder unterschiedlich starker Reverb) auf bestehende Spuren angewendet werden.

Die Kreativität entscheidet, was passiert

Hat man sich für einen Spurtypen entschieden kann man der eigenen Kreativität freien Lauf lassen: Apple Logic Pro hat unfassbar viele Möglichkeiten an Bord, um selbst zum Komponisten zu werden. So lassen sich die Sounds von 1500 verschiedenen Instrumenten vom Blechblas- über das Holzblasinstrument bis hin zum Schlagzeug selbst einspielen. Versteht man etwas von Noten und hat möglicherweise schon selber etwas komponiert, kann man seine Noten in Apple Logic Pro einlesen und sich seine eigene Komposition anhören. Natürlich lässt sie sich auch nachträglich überarbeiten.

Was kostet Apple Logic Pro?

Der Preis des Programms ist stolz aber nicht übertrieben enorm, insbesondere im Kontext anderer, weitaus teurerer Programme, wie z.B. Cubase: Rund 180 Euro berechnet Apple für die Software. Gemessen am Funktionsumfang ist der Preis allerdings in Ordnung, zumal vergleichbare Programme fast das Doppelte kosten. Weitere Informationem gibt es auf der Homepage der Apple Sofware. Nichtsdestotrotz möchte ich hier auch kostenlose Alternativen erwähnt wissen, die gerade im Anfänger- bis Fortgeschrittenen-Bereich arbeiten. Unter anderem bieten beispielsweise Linux / Ubuntu-Installationen von Haus aus leistungsstarke Sound-Software. Wirklich teuer kann aber auch Apple Logic Pro werden: Es ist möglich diverse Plugins in das Programm zu integrieren. Vor allem Drittanbieter stellen hier Plugins für professionelle Nutzer bereit, die preislich oft im vierstelligen Bereich liegen – Summen, die man erst zusammenbekommt, wenn man so erfolgreich mischt wie David Guetta.

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Hintergrundbild (c) Matthias Balzer / pixelio.de